ca. 50% unseres Leitungswassers ist potenziell mit Medikamentenrückständen und endokrinen Substanzen belastet.
Die Wasserversorgung der deutschen Bevölkerung erfolgt zu
ca. 50% aus Grundwasser. Die verbleibenden 50% werden aus dem Uferfiltrat von
Flüssen gewonnen. Da sich das Toilettenspülwasser in den Flüssen befindet,
besteht also eine hydraulische Verbindung zwischen Toiletten --> Kanal,
Kläranlage --> Flüsse, Uferfiltrat --> Trinkwasseraufbereitung,
Wasserleitung --> Wasserhahn.
Verabreichte Medikamente und Hormone werden - wie die Nährstoffe -
hauptsächlich über den Urin ausgeschieden. In den Kläranlagen werden sie nur
unzureichend abgebaut und finden sich somit im Uferfiltrat wieder. Auch die
Trinkwasseraufbereitungsanlagen können diese Substanzen nicht völlig
eliminieren. Die Auswirkungen auf uns Menschen und die aquatischen
Lebensgemeinschaften sind bislang leider noch viel zu wenig erforscht. Erste
Untersuchungen geben jedoch Anlass zu ernsten Befürchtungen.
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